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Rom

Rom

Es ist schon eine kleine Ewigkeit her, als ich Rom zum ersten mal besucht habe. Etwa 2 Jahre. Ich weiss gar nicht, wieso ich so lange gewartet hatte, diese unglaublich Geschichtsträchtige Stadt zu besuchen, wo ich doch an jeder Dokumentation gespannt kleben bleibe, sobald es um die alten Römer geht. Und nun ist es meine absolute Lieblingsstadt – der wie die Italiener so klangvoll sagen: la mia città preferita.

KolosseumWer an Rom denkt, denkt zwangsläufig direkt erst mal ans Kolosseum. Das tun die Asiaten übrigens auch – vermutlich mehrfach täglich. Und ja, es ist auch nicht nur ein Besuch wert, sondern auch einer der Orte, die man unbedingt besuchen sollte. Die Geschichte und Bedeutung dieses Bauwerks spürt man trotz der ungeheuren Menschenmassen und es ist nunmal auch das Wahrzeichen dieser Stadt. Mein erster Tipp – und das gilt grundsätzlich für alle historisch bedeutenden Orte von Rom – ist einen Blick auf Wikipedia zu werfen (https://de.wikipedia.org/wiki/Kolosseum), denn dann erlebt man das Ganze mit anderen Augen und deutlich intensiver.

Wie auch in jeder anderen Stadt auch, gibt es natürlich auch in Rom Stadtteile und Bezirke, die man nicht unbedingt sehen muss und besser auch gar nicht besuchen sollte. Da kommt man auch nicht hin, wenn man sich nicht furchtbar verfährt oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln einschläft. Sowieso rate ich ganz stark davon ab, mit dem eigenen Auto zu fahren – zumal die Innenstadt nur mit Ausnahmegenehmigung befahren werden kann, es absolut keine Parkplätze in der Stadt gibt und die öffentlichen Verkehrsmittel perfekt für den Städtetrip sind.

Es gibt viele Stimmen, die sagen: in Rom werden Touristen abgezockt, Rom sei gefährlich, Rom ist viel zu touristisch. Naja, es ist eben eine zurecht gut besuchte Stadt. Wer mit Bermuda-Hemd und umgehängter Kamera ständig schreit „Hier, gumma, da war der Cäsar!“ und sich dabei mit den Geldscheinen an den Touristischen Hotspots kühle Luft zuwedelt, muss sich also gar nicht wundern. Auch T-Shirts mit dem Aufdruck „wir werden Weltmeister“ zu tragen ist nicht ganz so schlau. Ebenso nicht, sich mit Personen dick anzufreunden, die blinkende Kolosseum Anhänger verkaufen. Und weit offen klaffende Handtaschen laden ja auch gerne zu einem Besuch darin ein. Wer also ein bisschen Undercover und eher unauffällig unterwegs ist, kann Rom problemlos erleben.

Nun aber komme ich zu ein paar Empfehlungen und Informationen, die man nicht grade beim ersten Blick findet, wenn man im Google „Rom“ eingibt. Vorab: Den Vatikan konnte ich leider noch nicht besuchen. Die Zeit fehlte einfach und hier sollte man mindestens einen Tag einplanen.

Ganz wichtig ist sich schon frühzeitig z.Bsp. unter https://www.getyourguide.de einen Rom-City-Pass zu besorgen. Dann muss man nicht gross anstehen und kann die wichtigsten Orte innerhalb von 2-3 Tagen optimal besuchen.

Mitten in Rom befindet sich der Palatin-Hügel, einer der sieben Hügel Roms und der älteste Teil der Stadt. Das war das Zentrum des antiken Roms mit den Kaiserpalästen, dem Forum Romanum, an dem sich das zentrale Leben der alten Römer abgespielt hat und den Haus des Romulus, dem Gründer von Rom (er und sein Bruder Remus wurden ja der Sage nach von einer Wölfin gesäugt – ist ehrlich gesagt schon ein kleines bisschen ekelig). Für den Palatin Hügel braucht man nicht nur das besagte Ticket, sondern auch mindestens einen Tag.

Forum RomanumBeim Forum Romanum befinden sich auch die Ruinen vom Haus der Vestalinnen. Meine Güte, ich hab Tage nicht geschlafen: Diese Vestalinnen wurden von Kaiser für dieses Amt auserwählt, als sie 6 Jahre alt waren und hatten dann dieses Amt 30 Jahre inne. Während dieser Zeit hatten sie die Aufgabe, das heilige Feuer im Hof des Gebäudes zu bewachen und auf keinen Fall ausgehen zu lassen. Ist das dennoch passiert (vielleicht weil jemand die Tür und das Fenster gleichzeitig aufgemacht hatten) oder wenn sie mit irgendjemand angebandelt hatten, wurde diese verantwortliche Vestalin mit einer Öllampe und einem Laib Brot lebendig begraben! Ist das nicht fürchterlich?! Diese Vestalinnen waren allerdings so hoch angesehen und wichtig, das wenn jemand, der zum Tode verurteilt wurde am Tag seiner Vollstreckung eine Vestalin gesehen hat tatsächlich begnadigt wurde.

Oben auf dem Palatin-Hügel ist noch das Haus des Augustus, alles zusammen ein wahnsinnig grosser Komplex aus monumentalen Gebäuden, Höfen und Gärten. Einen kurzen Einblick gibts hier: https://www.romsehenswuerdigkeiten.com/palatinhugel/

Circus MaximusGanz in der Nähe des Palatin Hügels gibt es einen vielleicht zuerst unscheinbaren Platz: den Circus Maximus. Hier fanden bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. Wettkämpfe und um ca 50 v.Chr. die bekannten Wagenrennen mit den Streitwagen statt. Bis zu 250.000 Besucher – ja, richtig gelesen – haben dort die Wettkämpfe verfolgt. Das ist der glatte Wahnsinn!

Aber Rom hat natürlich auch noch viel mehr zu bieten. Besonders die Altstadt bzw. das Stadtzentrum ist super sehenswert und lädt auch zum Shoppen ein. Ein künstlerisches Meisterwerk ist unbestritten der Trevi-Brunnen (Fontana di Trevi, https://de.wikipedia.org/wiki/Trevi-Brunnen), der um 1750 für Papst Clemens vom Architekten Nicola Salvi erbaut wurde. Auch da sind Unmengen Menschen versammelt und leider kommt man nicht ganz an den Brunnen ran. Der wird gut bewacht, weil dort seit Jahren jeder seine Münzen kostengünstig entsorgt hat und das so einem Bauwerk natürlich schadet.

In aller Munde ist auch immer die spanische Treppe und ich muss sagen: keine Ahnung warum eigentlich. Ich persönlich konnte da nicht so lange sein, da es – sagen wir mal – leicht streng roch.

Ostia AnticaMein persönliches Highlight nach dem Palatin-Hügel war Ostia Antica (https://de.wikipedia.org/wiki/Ostia_Antica). Dies war im etwa 3.Jahrhundert vor Chr. der wichtigste Hafen Roms und für Antike-Begeisterte (wie mich) ein absolutes Muss! Dieser wirklich sehr gut erhaltene Stadtteil versetzt einen unweigerlich in die alte Antike zurück. Für den Besuch muss man sich einen ganzen tag einplanen, denn das Gebiet mit Amphitheater und den vielen Häuser ist riesig. Besonders imponiert haben mir die alten Werbeschriften, die als Mosaik vor den kleinen damaligen Läden im Boden verewigt wurden.

Und nach dem Besuch von Ostia Antica hat man Hunger. Grossen Hunger (zumindest mir gings so). Da wir dort in der Nähe ein Air BnB gemietet hatten lag es Nahe, dort ein Restaurant aufzusuchen. Fündig geworden sind wir mit dem Restaurant „Allo Sbarco di Enea“ in der Viale degli Scavi, 00119 Roma (https://www.allosbarcodienea.com/). Dies ist eine alte römische Villa, in der sogar noch die Wandmalereien zu sehen sind. Ausserdem werden dort eine Menge interessanter antike Fundstücke ausgestellt, sowie auch einige Filmutensilien aus dem Film „Gladiator“ mit Russel Crowe. Ich durfte mal seinen Helm aufsetzen und es hätte nicht mehr viel gefehlt und ich hätte den nicht mehr herunterbekommen. Das wichtigste ist aber das ausgezeichnete Essen und das lustige und freundliche Personal.

Von dort aus sind es nur noch ein paar Kilometerchen und man ist direkt am Strand. Auch das gehört irgendwie zu Rom und bietet natürlich zu einer langgezogenen Promenade eine Menge guter Fisch-Restaurants.

Das wars eigentlich auch schon mit meinen kleinen Ausflugstipps für Rom. Ein Update wird kommen, denn ich war nicht das letzte mal in Rom. Wer eine nett Unterkunft in der Nähe von Ostia Antica sucht, darf sich gerne bei mir melden und ich gebe dann einen vorzüglichen Kontakt weiter.

Auch freue ich mich über eure Kommentare, besonders wenn ich mit meinen Tipps dazu beitragen konnte, dass der Aufenthalt in Rom ein kleines bisschen interessanter werden konnte. Viel Spass und tolle Erlebnisse in Rom!

Beyto

Beyto

In Zürich findet aktuell das Zürich Film Festival statt. Ich wurde dazu heute mit einer schwarzen Limousine nach Zürich chauffiert, um mir den Film Beyto anzuschauen. Ich hatte die Ehre, diesen mit dem Bruder von Serkan Tastemur (der im Film den Vater spielt), seinen zwei Töchtern und seiner Mutter (der Boss! besonders, was die Küche angeht… ihre Linsensuppe und diese Köfte….. einzigartig) anzuschauen. Da Serkan mein temporärer Nachbar in der Pandemie-Zeit war, konnte ich mir natürlich gut vorstellen, welche Leistung ich da erwarten konnte. Den Trailer zum Film, der am 25.9. Welt-Premiere hatte, kannte ich auch schon – ja und auch da überkam mich schon ein Gefühl, welches mir sagte, dass ich den Film anschauen muss. Und ich muss sagen, dass ich echt kein Kinogänger bin (ich dürfte mich dann an solchen Veranstaltungen eigentlich nur in demütigend gebückter Haltung sehen lassen) und das letzte mal ist gut ein Jahr her. Ach ja… das war “Joker”. Das ist grade auch mal ein gutes Beispiel: der Trailer war praktisch der Film, denn mehr Spannung kam ja kaum vor. Und heiaiai, was war ich entäuscht. Und einmal wäre ich fast eingeschlafen. Der Trailer vom Film Beyto “holte mich irgendwie anders ab” (ich hätte nie gedacht,dass ich diesen Satz mal brauchen könnte). Dennoch freute ich mich natürlich mehr auf den Auftritt meines Nachbarn als auf den Film. Vermutlich, weil es ein deutsch-türkischer Film ist und laut meinem Ancestry Stammbaum kommen meine Vorfahren aus ner deutlich anderen Ecke. Ich hatte so den Gedanken, es könnte mir zu sehr ein auf Kultur und Tradition ausgerichteter Film sein.

Und dann sass ich da auf Platz 1 der Reihe 11. Und ab da war alles anders! Die M&Ms sind mir während dem Film aus dem Beutel gehüpft (sorry, gäll), die Cola hat in meiner Hand Körpertemperatur erreicht und in diesen gesamten 98 Minuten konnte ich meine Augen nicht von dem Film lassen. Augentropfen wären ne gute Sache gewesen.

Wenn ich mich entscheiden würde Filmkritiker zu werden, wäre das nur ein äusserst denkbar schlechter Start. Denn ich wüsste nicht, was es bei diesem Film zu kritisieren gäbe. Gut, die Geschichte ist nichts neues. Es ist eine Liebesgeschichte, doch hier passiert viel mehr. Irgendwie passiert alles, wenn ich so drüber nachdenke. Man spürt die Spannung zwischen den Gefühlen und den Kulturen von der ersten bis zur letzen Minute des Films. Es war der erste Film von Burak Ates (Beyto, der Hauptdarsteller). Wie bitte? Ich habe diese Info am Abend mehrfach überprüfend in Erfahrung bringen können. Ich konnte ihn nach dem Film persönlich kennenlernen und ich darf da gerne beruhigen: wer den Film nicht sehen kann…. es wird noch viele Möglichkeiten dazu geben. Dimitri Stapfer, im Film “Mike”, kam mir am Anfang schon echt schräg rein. Im Nachhinein (auch ihn durfte ich kennenlernen) wird mir bewusst, mit welcher ausgezeichneten schauspielerischen Leistung er den Film prägt, wie es – und das muss man mit Verbeugung absolut betonen – auch alle anderen Darsteller tun. Belichtung, Ton, Kameraführung, Schnitt: Hammer. Und wer ist dran schuld: Gitta Gsell heisst diese ausgezeichnete Regisseurin. Auch mit ihr konnte ich sprechen und danach war mir alles klar.

Ich will nun nicht verraten, worum es genau geht. Nur soviel: Es lohnt sich, diesen Film anzuschauen. Er kommt bald in die Kinos unter anderem in Basel. Es ist “wie im Film” und doch wie im richtigen Leben. Man fühlt mit. Immer.

Baden am Thunersee

Baden am Thunersee

Endlich mal ins Wasser hüpfen! Bei den aktuellen Temperaturen um die 30 Grad war das genau die richtige Entscheidung, obgleich unser Ausflugsziel – der Thunersee – nicht grade um die Ecke ist. Gute 2 Stunden bei der aktuellen Baustellensituation sind eine einzuplanende Fahrzeit von Baselland aus. Wir haben uns für diesen Samstag direkt an die Seestrasse 119 nach 3800 Unterseen begeben.  Natürlich habe ich mit wenig freien Plätzen (auch Parkplätzen) gerechnet. Pustekuchen! Hingefahren, geparkt, einen tollen Tag verbracht und ohne Staus bei den Parkplätzen wieder weggefahren. Nun sitze ich hier total im Eimer, müde und rot wie ne Hummer – aber zufrieden und sicher, dort wieder mal hinzugehen.

Die Anlage dort wird privat verwaltet, weshalb irgendwann mal jemand mit ner Rolle Tickets in der Hand vorbeikommt und Kohle einkassiert. CHF 3.50 ist der Preis pro Person, was mehr als gerecht ist. Die Wiesen sind ohne Blumen (und somit ohne Bienli) und mit schön weichen und dennoch kurzen Rasen. Es gibt natürlich WC’s und ein Restaurant. Wir haben allerdings einen Mini- und einen Micro-Grill dabei gehabt, die so richtig schön bei um die 27 Grad Temperatur gebollert und dabei einer Art glühende Mini-Lava in die Atmoshpäre geschleudert haben. So hatte jeder von uns im Minutentakt dieses “Aaaaaahh verdammt” in die Gesprächsrunde mit eingebracht. Ja, ne… wir können doch nicht im Abstand von 5 Metern um die Grills liegen!? Wer soll denn die Wurst drehen? Also neeee.

Nun bin ich mir sicher: ich muss endlich mal dieses Standup Paddeln ausprobieren. Hätte ich machen können. Denn das gibts da. Kosten 20 Stutz in der Stunde oder 50 am Tag (soll ja auch die geben, die auf diesen Brettern halbe Weltreisen unternehmen). Das Allerbeste dabei ist ja: Wir hatten ja ein Paddel gemietet! Und da mein Zeitmanagement durch die Hitze wohl irgendwann zwischendurch nach rechts abgebogen ist, hab ichs trotz dem “willste net auch ma probieren?” tatsächlich nicht getan. Nada. Stattdessen bin ich aber Kajak gefahren. Eine Stunde kostet auch hier 20 Stutz, es können aber 2 mit dem Kajak fahren. Ins Wasser gefallen bin ich ganz zum Schluss dann doch nicht – ich kann aber auch gar nicht beschreiben, welche enorme Energie es meinem Sonnen-Hardcore-bestrahlten Körper abverlangt hat! Diese blitzschnelle, ruckartig taumelnde Bewegung in die Richtung “weg vom Wasser” mit Herzinfarkt-Anzeichen und halber Gesichtslähmung. Das alles passierte innerhalb 2 Sekunden. Denn ehrlich gesagt fallen die Wassertemperaturen nicht in die Wellnesstemperaturbereiche. Gut… auch hier gibts ja die, die im Winter an irgendeinem zugefrorenen See ein Loch schneiden und dann nicht einfach nur mal nachschauen wollten, ob da auch wirklich Wasser drunter ist! Neeeeiiinn… die hüppen da rein. Da am Thunersee warens um die 20 Grad. Vielleicht auch ein bisschen weniger, was mir dieses ständige Unterkieferklappern während das Schwimmvorgangs verraten haben. Ja und ich wollte immer schon früher raus, aber da gabs kein Ausgang und so musste ich doch tatsächlich bis in den weit gelegenen Hafen schwimmen, wo es durchaus passieren kann, dass man vom Passagierschiff überascht wird. Wenn es leise von hinten angetuckert kommt…. dann irgendwann kommt dieses bis nach Spanien tönende Horn. Einmal. Aber richtig. Und wenn du dann irgendwo so zwischen Schiff und Hafen rumplätscherst….

Seitdem ich die nicht genutzte Chance zum Standup Paddeln hatte, konnte ich dann noch am späteren Verlauf des Abends live mit ansehen, wie eine sportlich erscheinende Frau ein eben solches Paddel aufpumpte und danach in den Sonnenuntergang verschwand. Es hat schon was von Abenteuer, ganz besonders, wenn man sieht, wie sportlich eingestellte Menschen mittleren Alters diese Aktivität bis ins kleinste Detail perfektioniert haben. Die sind angekommen. Oh ja. So wie dieser da auf dem Bild dort. Und das ist Stefan W., einer der Pioniere beim SUP Sport. Hier beim Beginn seiner Kür “Kaiser Wilhelm”. Diese Körperhaltung! Faszienierend.

Ach ja! Heute konte ich dann auch noch in Erfahrung bringen, dass diese Geschichte mit dem Paddeln bereits seit etwa 2 Jahren n super Hype ist. Na prima. Ich meinte, es hätte doch auch im Aldi oder Lidl auch schon mal sowas gegeben, denn ich erinnere mich an mein verschämendes Grinsen und mein schlacksiges Kopfschütteln bei dem Anblick des (so vermutete ich) Surfboardes mit Paddel für die, die noch schnell ne Welle hochkommen wollen. “Die kommen aber auch auf immer bescheuerte Ideen. Echt. Wo soll das noch hinführen?”. Erst jetzt… nach offensichtlich 2 Jahren erfolgreicher Abschirmung von Informationen und Geheimhaltung…. wird mir alles klar. Und nun muss ich da unbedingt drauf. Wenn ich da an wen auch immer eine kleine von unten heraufschauende Bitte anbringen darf, dann hätte ich gerne mal ein paar Grad wärmeres Wasser. Denn ich werde glaub mal wässern bei meinen Startversuchen.

Also ich fands dennoch super dort und damit ich mich immer wieder mal daran zurückerinnern kann, die Adresse nicht vergesse oder sonst mit nem geistigen Loch zu tun habe, hab ich mir das doch gleich so egoistisch wie ich bin für mich hier aufgeschrieben. Genau. Für euch hab ich aber noch dieses eine Bild vom Sonnenuntergang am Thunersee. Ich würde die Locationen als ein Erfolgsgarant für nen schönen Badetag sehen – insofern mans durch die Staus und Baustellen bis dorthin geschafft hat.

Nachtrag: Natürlich hatten wir Sound mit dabei, was den Tag nochmal mit mehr Bewegung belegt hat. Ja natürlich! Auch Fusswippen, mit den Fingern Schnipsen und mit dem Hinterteil wackeln ist auch nicht ohne! Oder meint ihr so ne Rüttelplatte is jetzt gross was anderes? Hier ist der Sound zum Seefeeling, ganz im Namen der tollen Location:

Wer hat auf den Vogel geballert?

Wer hat auf den Vogel geballert?

Der “Angriff” kam wohl aus meinem früheren Wohnort Diepflingen. Und gleich fällt mir der Sandy ein, der Herscherr eines mittelgrossen Imperiums und Ziel meines hoffentlich grossen Beutezugs. Er hat 3 Zwetschgenbäume! Einer davon weiss nicht so genau was er ist (das wird sich auch nicht mehr ändern) und trägt gleich dreierlei Früchtchen: Zwetschgen, Mirabellen und Renekloden. Letztes Jahr sahs ja mager aus mit der Ernte, aber dieses Jahr sehe ich mich schon so 8 Stunden am Herd stehen und rühren, rühren, rühren – während mir die Kniescheiben wegschmelzen. Oben gibts Zwetschgenmus und unten bollern die Zwetschgenkuchen (umgangssprachlich: Gweddschekuchen). Ach wird das wieder ne Freude… und ein Hochgenuss (wenn ich mich mal so 2 Jahre zurückerinnere). Ich brauche mindestens einen grossen Wäschekorb voll. Nein…. mindestens zwei! Wieviele Gläser das werden sollen, fragst du dich jetzt. Viele. Das letzte mal hatte ich auch viele gemacht, aber die waren viel schneller weg als sie hergestellt wurden. Die wurden ziemlich schnell vernichtet, teilweise nur  mit dem Löffel – dabei gibts die absolute Geschmackskanone mit noch warmem Brot und frischer Butter. Diesen Herd-Marathon werde ich mir also antun. Sandy: lass die Vögel in. Ruhe und vergess mich nicht. Ich werde im Gegenzug die Brille aufsetzen um die Vogelgeschichte noch mal zu überprüfen. Und ich werde auch niemandem sagen, dass du als einzigster noch immer ein Glas vom Zwetschgemus von vor 2 Jahren sicher hinter deiner Küchenschranktür versteckst.

Ganz oben auf dem Jungfraujoch

Ganz oben auf dem Jungfraujoch

Ach war das heute ein schöner Tag. Ich bin auf dem Jungfraujoch gewesen. Natürlich sportlich von Grindelwald aus mit der Bahn hochgefahren und – ausser einer kurzen aber steinigen Wandereinlage mit wundervollen Ausblicken über Bergketten, die ich teilweise noch nie gehört oder schon oft gehört und bei der Menge an Bergen bereits mehrfach vergessen habe – auch wieder runtergefahren. Die Fahrt nach oben geht zeimlich rasant, bei der Abwärtsfahrt kam mir schon der schreckliche Gedanke, der Zugführer ist vielleicht mal kurz eingenickt. Nein…. natürlich ist das eine Sicherheitsmassnahme, eine, die einfach lange geht. Dennoch ist der Besuch des doch so bekannten über 3500 Meter hohen Hügels ein Erlebnis fürs Auge. Absolut. Wenn man die meiste Freude abkriegen will, sollte man die Augen nicht so intensiv auf die Preise richten. Wer da oben was essen möchte, legt halt mal gut 7 Stutz für ein 20 cm langes Brötchen hin. Der Preis zum hoch- und runtergleiten (in der Bahn) ist 120 Franken, wenn man einen Sitzplatz reserviert (das kostet CHF 10.00). Aaaaaber die Zeit muss eingehalten werden. Wer sich z.Bsp. bei plötzlichen Witterungsänderungen früher auf den Rückweg machen will, kann sich den gesicherten Platz im Zug nur noch als Souvenir an die Mütze kleben.

Oben bei der Eiger-Gletscher-Station gibt es einen künstlich angelegten See. Reinspringen traute ich mich nicht, weil erstens niemand drin war, ich nicht weiss, ob man das überhaupt dürfte und der See sieht so kalt aus, dass einem gleich die Augen einfrieren…. nur vom hinsehen. Nebenan gibts aber 3 Bänke, die im Wasser stehen, Jungfrau, Mönch und Eiger heissen und eine Art “Kneipp Bad” sind. Die gestressten Füsse nach ner Wanderung dort reinzustellen ist ne Wohltat. Für mich auch. Aber für mich warens nur so 10 Sekunden. Heiland Herr Gesangsverein ist das Wasser kalt! Das die sich dort drin befindlichen Kaulquappen überhaupt bewegen können, wundert mich doch sehr. Handtuch mitnehmen um die Füsse abzutrocknen! 

Mein Fazit und die Tipps für die, die sich nach ganz oben bewegen wollen:

Zuerst sollte man immer das Wetter im Auge behalten. Die Fahrt zum Jungfraujoch bei Nebel oder Regen ist Verschwendung – dafür ist der Blick bei klarem Wetter einfach zu atemberaubend. Ganz oben liegt Schnee. Das mal nur nebenbei. Und noch relativ viel. Und es ist nicht das ideale Badehosen- oder Sommerkleidchen-Wetter. Ich war heute mit nur noch einem total baff aus der Röhre schauenden Franzosen die einzigsten, die kurze Hosen anhatten und dies offensichtlich bereuten. Unten im Tal hingegen sind lange Hosen eher das Problem. Also Klamotten für oben mitnehmen. Auch ein Handtuch für die Kneipp-Bad-Pause um die Füsse nicht nass zurück ind die Schuhe drücken zu müssen. Nehmt was zum Essen mit, damit der grosse Hunger nicht oben den Geldbeutel leerfegt. Eine Portion Spaghetti Bolognese kostet um die 30 Franken und es könnte auch zur Corona-Zeit etwas länger gehen. Vergesst die Kamera nicht. Und wer hat: Halbtax mitnehmen. Dann könnt ihrs mal geniessen da oben. Und Grindelwald alleine ist ja auch ein paar gute Stunden wert.